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Aktueller Heizölpreise-Trend: Schwacher Euro und schwache Ölangebotsseite lassen Heizölpreise erneut steigen (19.02.2020)

Brentölpreis überspringt wieder die Ölpreismarke von 58 USD/Barrel - Euro schwächelt weiter und schwankt um die Kursmarke von 1,08 - Heizölpreise erneut steigend

 

Heizölpreise: Der bundesdurchschnittliche Heizölpreis für Heizöl der Sorte Standardqualität bezogen auf eine Abnahmemenge von 3.000 Litern (entspricht einem Energieinhalt von 30.240 kWh) schloss am Dienstagabend mit einem Minus von 1,3 % bei 63,25 Euro/100 L - damit konnte der Heizölpreis die Preismarke von 64 Euro/100L nicht halten.

Gegenüber dem Heizölpreisstand vom 1.01.2020 sind die Heizölpreise aktuell um 11,7 % gefallen.

Heizölpreise-Tendenz: Unter Berücksichtigung der Börsenentwicklungen vom Dienstag und dem aktuellen Stand der Börsen am Mittwochvormittag gehen wir heute für die Heizölpreise von folgender Tendenz aus: steigend!

Bereich Schlusskurs
17.02.2020
Schlusskurs
18.02.2020
Veränderung
zum Vortag
Tendenz
19.02.2020
Heizölpreis (Euro/100L) 3.000 L Standardqual. 64,11 63,25 - 1,3 %
Rohölsorte Brent (US-Dollar/Barrel) 57,67 57,75 + 0,1 %
Wechselkurs (Euro/US-Dollar) 1,0833 1,0795 - 0,4 %

 

 Als Hauptursachen für die Entwicklung der Heizölpreise können folgende preisbestimmenden Faktoren vom Vortag und dem heutigen Morgen herangezogen werden:

1. Ölpreise: Am Dienstagabend schloss der Brentölpreis um 0,1 % stärker bei 57,75 USD/Barrel - damit blieb der Brentölpreis weiter über der Ölpreismarke von 57 USD/Barrel. Schwache Aktienmärkte und die schwache Nachfrage nach Öl aus China haben gestern die Ölpreise auf der Stelle treten lassen, nachdem sich die Ölpreise in den letzten Tagen leicht erholt hatten.

Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis der Sorte Brent um rund 12,6 % gefallen.

Ölpreis-Tendenz: Zum Start in den Mittwoch setzt sich der Ölpreisanstieg vom Vortag fort - aktuell steht der Brentölpreis bei 58,14 USD/Barrel. Ursachen für den heutigen weiteren Ölpreisanstieg sind einerseits der starke Rückgang der Ölförderung in Libyen im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg und andererseits die Umsetzung von US-Sanktionen gegenüber dem russischen Mineralölkonzern Rosneft. Dadurch wird aktuell die Ölangebotsseite negativ beeinflusst.

2. Eurokurs: Der Kurs des Euro hat am Dienstag seine Talfahrt fortgesetzt und schloss am Tagesende mit einem Minus von 0,4 % bei 1,0795 - damit fiel der Euro unter die wichtige psychologische Marke von 1,08. Dollarfreundliche Konjunkturdaten aus den USA und ein schwacher ZEW-Index in Deutschland setzten den Euro erneut unter Druck.

Seit Jahresbeginn hat sich der Euro gegenüber dem US-Dollar um 3,5 % verringert.

Eurokurs-Tendenz: Zum Start in den Mittwoch erholt sich der Euro bei einem impulslosen Handel leicht und überspringt wieder knapp die Marke von 1,08 - aktuell steht er bei 1,0806.

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